Wusstest Du,

abschnellen, etwas Vorgespanntes loslassen


heisst auf Platt

schnerre losse

 
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HOCHDEUTSCH

HUNSRÜCKER PLATT

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im Biebertal die Gemeinden Wüschheim, Reich und Biebern, weil dort in frühren Zeiten viele Besenhersteller waren

Bääsemdaal, Biewerdaal

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Brotaufstrich aus Rübensirup ( Hergestellt in Grafschaft in gelber Verpackung )

Beereschmeer

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lösbarer Teil in der Nase

Bootzemann

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sich in eine unangenehme Situation gebracht

Brädulje

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Kommt aus der Landwirtschaftlichen Tieraufzucht: Bezeichnet ein Tier zB. bei Schweinen, das Reifealter in der Zeit vom Ferkel bis zum erwachsenen Schwein. Der Begriff wurde auf für Jugendliche verwendet, heute würde man sagen: Teenager

Breeling

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Tenne - Scheuneneinfahrt bzw. befahrbares Mittelstück in der Scheune

Denn

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Fastnachtsdienstagsbrauch. Es wird sich gut verkleidet auf die Reise durchs Dorf gemacht und um Einlass in die Häuser gebeten. Dort wird dann gerätselt wer unter der Verkleidung steckt. Stumm, damit man nicht an der Sprache erkannt wird, wird dann um eine Zehrungÿÿ ( Eier, Brot, Speck usw. ) gebeten, die später im Gemeindehaus zubereitet und gemeinsam gegessen wird.

Eijahaische

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spezielles Eiergericht: Eier werden mit Mehl angerührt und in der Pfanne erhitzt, gegart

Eijaschmeer

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Kartoffelwurst in gebratenem Zustand

Finnsel

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"(Das Wort entstand während der napoleonischen Kriege, als die französischen Soldaten die jungen Mädels mittels ""Visiter ma tente!"" (=Komm in mein Zelt!) zu einem netten Abend überreden wollten. Die meist des Französischen nicht mächtigen Eltern schnappten wohl diesen Satz auf und warnten Ihre Töchter mit den Worten ""mach aber ja keine Fissemadenten!"". )"

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in Bewegung

Gäng, in de Gäng

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in Bewegung

Gäng, in de Gäng

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etwas wieder in Bewegung bringen

gängisch mache

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Vertragsbedingungen, z.B. früher bei Mägden und Knechten in der Landwirtschaft

Geding

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vertraute Umgebung, Geborgenheit, menschliche Nähe. Ursprünglich stammt das Wort aus der Landwirtschaft. Es ist mit dem Wort Gehege verwandt, der abgesteckte Raum, in dem Mensch und Vieh leben.

Gehäischnis

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eingeladen, eine verpflichtende Einladung. Zur Kirmes und anderen Festen wurde man: in gelahd.ÿ

gelaad

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etwas in Erfahrung bringen

gewahr weere

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getrockneter 2. Grasschnitt in der Wiese im gleichen Jahr, kleiner und feiner als Heu, bei Einlagerung in der Scheune hohe Brandgefahr

Grummed

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in vertrauter Umgebung

häämisch

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passend, liegt gut in der Hand

handlisch

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Heulagerstätte in der Scheune

Haustogg

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hier, in diese Richtung

hiehdanne

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in dem

in dähm

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in dem

in dähm

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in diesem Moment

indähm

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Beschädigung an einem Gegenstand, auch für: Beule am Kopf, in manchen Gegenden auf für: Anzeichen der Trunkenheit

Knubbe

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suchen in Schubladen oder in der Hosentasche

kroome

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Restholz in einem Waldstück nach dem Haupteinschlag

Kubb

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tonartige Bodenart in Feuchtgebieten (Ton-Grube)

Lädd (Läddkoul)

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tragendes Metallrohr am Wagen. Mit verschieben der Hinterachse auf dem Rohr konnte der Erntewagen in der Länge verstellt werden.

Langford

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Leben das nicht in geordneten Bahnen verläuft

Lodderlääwe

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gemähte Gras- oder Erntereihe in der Breite des Mähers

Maare

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am 1. Maiÿ jemanden in den Mai schicken (Mai ? Scherz)

Maikallebb

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Maria und Josef ( Stoßseufzer in Masterhausen und Umgebung )

Marijuuh, Marijusepp

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heimlich in den Sachen kramen, auch für: Geschlechtsakt

mouse (gemousd)

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in Abwesendheit über andere Leute reden, etwas inoffizielles wissen

munggelle (munggeld)

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Stück, Stückchen z.B.: ein Brot in Stücke geschnitten

Muufel, Miehfelsche/r

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Nachbar/in

Noba, Nobersch

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Einzäunung für Tiere die zeitweise in der Freilandhaltung leben

Perrisch (z.B. Hiehnerperrisch)

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Abend vor der kirchlichen Hochzeit (heute meist der Abend der standesamtlichen Hochzeit) bei dem gepoldert wird, d.h. unbrauchbare Haushaltsgegenstände werden auf einem dafür geeigneten Platz in der Nähe des Elternhauses des Hochzeiters/Hochzeiterin zerschmettert, anschließend wird ein Untrunk gereicht.

Polderowend

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laut schimpfen, auch für: in Rage geraten und Sachen auf den Boden werfen

polderre

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in Wut geraten

Raasch

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Raps (Fruchtart, in der Blüte gelb)

Räbb

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Räucherhaus, in früheren Zeiten im Speichertrakt an den Kamin gemauert

Raicherhäisje, Raischerkammer

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Kartoffelgericht, aus rohen und klein geriebenen Kartoffeln in verschieden Variationen

Räiwekuche, Rabbdes, gerabbte Pläddsjer

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etwas in die richtige Richtung bringen

rangscheere

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Behältnis in dem die Schweine nach der Schlachtung gebrüht wurden, damit die Borste besser von der Schwarte gelöst werden konnten

Säijmuhl

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Mütze mit Sonnenblendschutz in Form einer kleinen Schaufel, in der heutigen Zeit besser als Baseballmütze bekannt

Schibbekabb

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Brot mit Belag, auch für Schmierfett, eine Scheibe Brot mit Belag und in der Mitte zusammen geklappt, zwei Scheiben Brot mit Belag und zusammen gelegt.

Schmehr, Klappschmehr, Doppeltschmehr

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in Schwierigkeiten geraten, Probleme bekommen

Schwuhllitäte

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in der Schule das Klassenziel nicht erreicht

siddse blieb

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Heu oder Stroh mit einer Gabel befördern. Knochenharte Arbeit bei der Ernte in der Landwirtschaft. Bei der Heu ? und Grummeternte wurde das auf Schwaden liegende Erntegut mit der Gabel zusammen geschoben und auf den Wagen geladen. Bei der Getreideernte wurden die einzelnen Gaben ?hoch gespisst?. Der voll beladene Wagen erreichte nicht selten eine Höhe von 4 Metern.

spisse

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Feuerwehrgerätehaus, in kleineren Orten in denen kein ganzes Haus zur Verfügung steht: vorgehaltener Raum für die Gerätschaften der Feuerwehr. Wurde früher auch manchmal als Gefängnis benutzt

Spriddsehous

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gefüllter Rollhefekuchen (Zucker, Zimt, Kakao, Butter, Rosinen) in der Form eines Kranzes

Struelkranz

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Bierflasche mit besonderer Form in der 0,33 Literklasse

Stubbi

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in einem der vergangenen Jahre

sunst joorisch

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in Flüssigkeit eintauchen

tunge

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in abhängige Arbeit begeben

verdingd

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kleines, zurückgebliebenes oder verkümmertes Lebewesen, meist ein Tier das in der Winterzeit geboren ist.

Windakrudsch

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in der Zwischenzeit

zwische drinn

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jemand, der in allen Dingen ein ungeschicktes Wesen ist

Hallap

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Knusell schmuddlige Frau, die auch in Sprache und Moral unsauber ist

Knuddel

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“unsauberer” Mensch, auch in charakterlicher Hinsicht

Sauknibbel

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jemand, der in allem durch Langweiligkeit auffällt

Schloofkoller

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einer, der in allem nur sehr langsam vorankommt

Trendelsack

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eine in jeder Hinsicht langweilige weibliche Person

Trienschel

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vor allem in Worten und Gedanken unsauberer Mensch

Wutzepere

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vor allem in Worten und Gedanken unsauberer Mensch

Wutzevadder

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ein ursprünglicher Bauernhof in der Nähe von Holzbach, der mittlerweile mit eine Fülle an Freizeitaktivitäten lockt

Hoolsbacher Höhenhof

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bald, in naher Zukunft

haddisch

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Ein Witz, den früher die Moselaner gerne gegen die Hunsrücker zum Hetzen eingesetzt haben

"Fragt ein Hunsrücker in einem Zeller Waffengeschäft, nachdem der Verkäufer ihm jeden Verkauf einer Waffe versagt hatte: "Hott Ihr ebbes gähn Hunsrigga?" Da sagt der Verkäufer: "Joh! Pisduhle, Gewehre, Kugele!"

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Hunsrücker Schwenkbraten

Hunsrigger Schwenkbroore (Für diese Art von Zubereitung wird das Fleisch in Scheiben geschnitten und auf einem Rost über Buchenholzglut geschwenkt. Der Schwenkrost hängt an einem dreibeinigen Eisengestell. Damit das Fleisch nicht anbrennt, läßt sich der Rost in der Höhe verstellen und wird ständig hin- und hergeschaukelt. Das Fleisch von beiden Seiten klopfen und kräftig würzen. Zwiebeln schälen, kleinschneiden, und mit der Hand ein wenig zerdrücken. Das Fleisch in eine Schüssel legen und mit den Zwiebeln bedecken. Das Schwenkbratenfleisch bleibt 1-2 Tage im Kühlschrank, dann wird es auf dem Schwenkbratenrost gebraten. Quelle: Christiane Becker, Die Hunsrücker Küche, erschienen im Selbstverlag der Autorin Erfasst von: Hein Ruehle im Mai 2000)

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hier und jetzt

hi mo wai ((nicht ganz wörtlich in die Hochsprache übertragbar) Bspl.: Hi mo wai en Kremmelekuche on en Flasch Win off de Desch!!!)

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launenhafter, eigentümlicher Mensch

Schdiewenarr ((auch in der Verwendung für: nachtragend, listig, wenig begabt))

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Wahrheit

Wohrendt (offenes 'o' wie in Wort)

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Knüppel aus einem Reisigbündel

Schanzeknebbel (Sprichwort: "Hochdäitsch met Schanzeknebbel schwätze": Grotesker Versuch eines muttersprachlichen Hunsrückers sich in der Hochsprache zu artikulieren. (rheinisch: Schanzenknüppel))

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sinnieren, in sich versunken nachdenken

sinne

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Feigling, Angstahase

Ängsdschesser (Jemand, der vor sich aus Angst in die Hosen macht.)

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unausstehlicher Mensch

Knäiles (aus dem Vorderhunsrück in zur Mosel hin gelegenen Dörfern)

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Greife einem nackten Mann in die Hosentasche.

Gräif äänem naggische Mann mol in de Säggel. (Antwort auf eine Geldforderung die nicht erfüllt werden kann)

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Greife einem nackten Mann in die Hosentasche.

Gräif äänem naggische Mann mol in de Säggel. (Antwort auf eine Geldforderung die nicht erfüllt werden kann)

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Gut, das es in der Hunsrücker Mundart keine Fremdwörter gibt.

Gut, dats uff Hunsricker Platt kään Frimdweerder gidd.

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Der hat es zu etwas gebracht. Früher hatte er nichts! Heute hat er 1 Million Euro Schulden!

De hodds zu watt gebracht. Frieher harrer nix! Hout horrer schunn in Million Schulde!

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Lieber eine Glatze als gar keine Haare.

Liewer in Glatz als garkään Hoor.

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lautes lachen

läsch schlahn (meistens in einer munteren Gesellschaft)

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sehr schnell wachsen

wächst wie Schissmähl (Da im Hunsrück vor vielen Jahren eine Vielzahl von Mühlen existierten, die logischer Weise in Bachtälern angesiedelt waren, bestand das Problem, dass das Mehl feucht wurde und daher eine optimale Brutstätte für den Mehlkäfer war (natürlich auch für Kakerlaken). Die Mehlkäfer (die Larven sind fast jedem als "Mehlwürmer" bekannt), vermehren sich explosionsartig. So wurde der gesamte Getreide-/Mehlbestand einer Mühle oft in allerkürzester Zeit verseucht. Das Mehl war also nur noch "Schiss" (Scheiße).)

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Modehaus Röser in Simmern / Hunsrück

Rösersch

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Nunkircher Markt

Nunkircher Maad (Der älteste Markt auf dem Hunsrück, schon von Peter-Johann Rottman beschrieben. In jedem Jahr in der ersten Septemberwoche gibt es Trachten, Tanz und Marktschreier an der Nunkirche bei Sargenroth, direkt neben dem Bismarkturm. Für Film Fans interessant: Auf dem kleinen Friedhof wurde auch die Beerdigungsszene aus Heimat III gedreht.)

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Kirchberger, die ausserhalb der Kirchberger Stadtmauer in Kleineren Verhaeltnissen gewohnt haben

Kerbrischer Graweschisser

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Niederes Land in das viele Hunsrücker im 19. und 20. Jahrhundert abgewandert sind weil die Heimat sie nicht ernähren konnte. Viele der Abgewanderten pflegen über Generationen auch heute noch den Kontakt zur alten Hunsrücker Heimat. Als grobe Eingrenzung als Gebiet des Nieraland sind die Bereiche um: Köln, Düsseldorf, Duisburg, des Niederrheines und das gesamte Ruhrgebiet zu sehen.

Nieraland

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Eiskugel im Hörnchen

Bällsche Eis in de Waffel

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Bier zur Morgenstunde trinken (meist in Gesellschaft, an Festen)

Friehschobbe

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Kaufhaus in Simmern und bei Idar Oberstein -hat für manche Kultstatus

Hannelshub

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ins Bett gehen

hau mäijsch in die Fall

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Bierflasche in der 1/2 Liter Klasse

Lang (Kempfeld)

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Die "Um-Suppe" gab den Ärmsten die Möglichkeit reihum im Dorf für jeweils eine Woche am Mittagessen einer Familie teilzunehmen. Diese Sitte gab es noch in den 30er Jahren

Emsopp

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Eine Art Köcher aus Blech, in dem etwas Wasser war

Schlorrafass

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Milch, die früher von Kastellaun in die Dörfer geliefert wurde. Im Sommer meist schon etwas säuerlich und wurde deshlab den Schweinen gegeben. Am Wochenende benutzte man sie aber auch, um den geputzten Fliesen- oder Holzböden einen gewissen Glanz zu verleihen

Kastelläiner Melich

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29. September, St. Michaelstag, am ersten Mittwoch im Oktober, fand in Kastellaun der "Michelsmaat" statt, wo Vieh gekauft und verkauft wurde

Michelsmaat

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frühere Flächenmaße

Morgen, Ruten, Viertel (Größe in den einzelnen Ländern - Preußischer Morgen, Hessischer Morgen etc. - variierte)

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Fabeltier, lebt in den Wäldern des Hunsrücks

Dilldapp

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in Erfahrung gebracht, mir wurde berichtet

gewahr wor

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Wort gibt es im Hochdeutschen nicht, bedeut aber in etwa . übellaunig, eingechnappt trotzig

wensch

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Haben wir Säcke vor der Tür?

Hommer Segg vor de Deer? (Rurückzuführen an einen (leeren) Sack, der behelfsmäßig in die Türöffnung gehängt wurde (Z.B. als Sichtschutz), wenn die Tür (aus welchen Gründen auch immer) fehlte. Wenn man den Raum verließ, brauchte man dann auch keine Tür hinter sich zu schließen.)

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Junggesellenabschied

Junggeselleabschied (Bis in die 50er Jahre sei es auf dem Land üblich gewesen, dass das "Fräulein" vor seiner Hochzeit ein Kaffeekränzchen veranstaltete. Der Mann traf sich dagegen zum Abschiedsumtrunk mit anderen Kerlen. "Früher ist es wirklich noch um einen Abschied aus dem Kreis der unverheirateten Männer gegangen, die auf dem Dorf traditionell die Träger des Brauchtums waren. Als Ehemann gehörte man definitiv nicht mehr in diese Gruppe." Wer sich hingegen heute vom Junggesellendasein "verabschiedet", dem steht eigentlich kaum eine Änderung bevor - außer einem neuen Rechtsstatus.)

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Unsinn reden, etwas Falsches sagen

Stuss verzabbe (Begriff wurde bereits in vorchristlicher Zeit erzeugt und ist hebräischen Ursprungs)

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die in ganzer Breite auf der Erde liegenden ausgegrabenen Kartoffeln

Sprääd

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Person die sich in einer Sache oder einem bestimmten Bereich sehr gut auskennt

kombetend Person

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