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INDIREKTE TREFFER: |
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im Biebertal die Gemeinden Wüschheim, Reich und Biebern, weil dort in frühren Zeiten viele Besenhersteller waren |
Bääsemdaal, Biewerdaal |
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Historische Tradition im Hunsrück: 27. Dezember: Die Mägde und Knechte die bei landwirtschaftlichen Betrieben beschäftigt waren und eine neue Stelle antraten, packten an diesem Tag ihre Habschaftÿ im Bündel zusammen und gingen auf Wanderschaft zum neuen Dienstherren |
Bindelschesdaach |
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Geriebene rohe Kartoffeln mit Speck im Topf gegart |
Dibbekuche |
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im Zustand der Trunkenheit / Drogenrausch |
Draan ( im Draan ) |
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im Zustand der Trunkenheit / Drogenrausch |
Draan ( im Draan ) |
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im Halbschlaf sein |
dusselle |
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Fastnachtsdienstagsbrauch. Es wird sich gut verkleidet auf die Reise durchs Dorf gemacht und um Einlass in die Häuser gebeten. Dort wird dann gerätselt wer unter der Verkleidung steckt. Stumm, damit man nicht an der Sprache erkannt wird, wird dann um eine Zehrungÿÿ ( Eier, Brot, Speck usw. ) gebeten, die später im Gemeindehaus zubereitet und gemeinsam gegessen wird. |
Eijahaische |
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Bahnschienen, tiefe Fahrspuren im Grundstück |
Glääs, Glääse |
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getrockneter 2. Grasschnitt in der Wiese im gleichen Jahr, kleiner und feiner als Heu, bei Einlagerung in der Scheune hohe Brandgefahr |
Grummed |
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im Leben nicht |
im Lähwe nit |
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im Leben nicht |
im Lähwe nit |
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einlochen, auf für: im Gefängnis sitzen |
inloche, ingelochd |
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etwas unbesehen kaufen |
Kadds im Sack kaafe |
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kleiner Junge im Vorschulalter |
Krobbsagg |
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Senke, Vertiefung im Gelände |
Lach |
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Pickel im Gesicht oder auf der Haut, auch für: ein Hausgast |
Middesser |
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quälen, auch für heilen von Knochenbrüchen und Zerrungen und anderen Verletzungen dieser Art. ( Das Wort: piesagge ist eine Ableitung vom Familienname Pies, deren Träger über 500 Jahre im Heilberuf tätig waren und auch bis heute noch sind.) |
piesagge |
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im Wald aufgeschichtetes Langholz |
Polder |
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Räucherhaus, in früheren Zeiten im Speichertrakt an den Kamin gemauert |
Raicherhäisje, Raischerkammer |
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gut gemeinter Ratschlag |
sahns der im Guurem |
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im Bräter gebackener Kartoffelreibekuchen mit Speck |
Schaales |
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im Gefängnis |
siddsd |
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Körperhaltung, auch für: Arbeitsstelle im Haushalt |
Ställung |
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Pistole als Kinderspielzeug: das Rohr der Pistole wurde mit einem Korkenstopfen verschlossen, durch abschießen über eine Federkonstruktion, wurde im Rohr ein šberdruck erzeugt, der den Stopfen aus dem Rohr drückte und es dadurch einen Knall gab. |
Stobbepistol |
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Feuerholz im Ofen nachlegen, auch für: Gas geben beim Auto oder Motorrad fahren |
stoche |
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Reisigbündel für die Feuerung beim Brotbacken im Backhaus |
Wälle |
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Waschutensilien die im Schlafzimmer untergebracht sind |
Waschlafor |
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Wirbel im Haar |
Zweerwel |
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kleiner Junge im Vorschulalter |
Krobbsagg |
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einer, der nur Unsinn im Kopfe hat |
Moreskopp |
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dem geht es wirtschaftlich schlecht |
dä iss im Dalles (aus dem Hebräischen dallut = Not) |
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ungewandter unkluger Mensch |
Hannikel (frühere Bezeichnung für einen im Ruhrgebiet arbeitenden Hunsruecker) |
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Malheur , im Sinne von Missgeschick oder gar Unfall |
Maleer (aus dem französischen abgeleitet) |
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Hunsrücker Schwenkbraten |
Hunsrigger Schwenkbroore (Für diese Art von Zubereitung wird das Fleisch in Scheiben geschnitten und auf einem Rost über Buchenholzglut geschwenkt. Der Schwenkrost hängt an einem dreibeinigen Eisengestell. Damit das Fleisch nicht anbrennt, läßt sich der Rost in der Höhe verstellen und wird ständig hin- und hergeschaukelt. Das Fleisch von beiden Seiten klopfen und kräftig würzen. Zwiebeln schälen, kleinschneiden, und mit der Hand ein wenig zerdrücken. Das Fleisch in eine Schüssel legen und mit den Zwiebeln bedecken. Das Schwenkbratenfleisch bleibt 1-2 Tage im Kühlschrank, dann wird es auf dem Schwenkbratenrost gebraten. Quelle: Christiane Becker, Die Hunsrücker Küche, erschienen im Selbstverlag der Autorin Erfasst von: Hein Ruehle im Mai 2000) |
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Erweskobb |
Erbeskopf (höchster Berg im Hunsrück 818m) |
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hinken |
hotschele (leicht hinkende menschliche Gangart, im Ggs. etwa zu "hemebele" (humpeln).) |
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schieben, drücken, schubsen |
daije (rheinisch: 'deuen' - als das Gegenteil von 'trecke', was im rheinischen 'ziehen' bedeutet (aus lat.: trahere - ziehen, schleppen, vgl. Traktor = Schlepper)) |
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sie |
id (Personalpronomen der 3. Pers. Sg. fem. (Hochdeutsch), weibl. Personen werden im Hunsrücker Platt "grammatikalisch" oft als 'sächlich' behandelt. Die im Vorderhunsrück gebräuchliche Form "id" ist völlig identisch mit der neutralen Form (Nom. Sg.) des lateinischen Demonstrativpronomens [id], vgl. engl.: it) |
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Feierabend |
Fäjaomend (Aussprache: im datt - watt Gebiet 'ö' meist offen gesprochen ( wie: Nord), sonst üblich geschlossenes 'o', (wie: so).) |
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reich, wohlhabend sein |
watt / ebbes an da Fieß honn (meist im Sinne von: an Erbut / Mitgift reich sein, "Wär datt dann kaand feer disch, datt hodd ebbes an da Fieß") |
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Person im Fastnachtskostüm |
Fassenaachdtsbogat (langes, offenes 'o') |
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Träumereien im Kopf |
Splien im Kobb |
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Träumereien im Kopf |
Splien im Kobb |
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Hahn im Korb sein, von mehreren Frauen umworben werden |
de Hahn im Korb sìnn |
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Hahn im Korb sein, von mehreren Frauen umworben werden |
de Hahn im Korb sìnn |
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Die Taufpatin und der Taupate, im Himmel reden sie Hunsrücker Platt |
Die Goot un de Patt, im Hiemel schwätze se Hunsricker Platt (Die letzten Worte im Film "Heimat") |
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Die Taufpatin und der Taupate, im Himmel reden sie Hunsrücker Platt |
Die Goot un de Patt, im Hiemel schwätze se Hunsricker Platt (Die letzten Worte im Film "Heimat") |
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sehr schnell wachsen |
wächst wie Schissmähl (Da im Hunsrück vor vielen Jahren eine Vielzahl von Mühlen existierten, die logischer Weise in Bachtälern angesiedelt waren, bestand das Problem, dass das Mehl feucht wurde und daher eine optimale Brutstätte für den Mehlkäfer war (natürlich auch für Kakerlaken). Die Mehlkäfer (die Larven sind fast jedem als "Mehlwürmer" bekannt), vermehren sich explosionsartig. So wurde der gesamte Getreide-/Mehlbestand einer Mühle oft in allerkürzester Zeit verseucht. Das Mehl war also nur noch "Schiss" (Scheiße).) |
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Beller Markt |
Beller Maad (Der Beller Markt bei Bell im Hunsrück mit einer Jahrhunderte langen Tradition als Bauernmarkt und Viehhandelsplatz, ist heute eine beliebte Touristik-Veranstaltung und Treffpunkt für die Bevölkerung der gesamten Region) |
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Niederes Land in das viele Hunsrücker im 19. und 20. Jahrhundert abgewandert sind weil die Heimat sie nicht ernähren konnte. Viele der Abgewanderten pflegen über Generationen auch heute noch den Kontakt zur alten Hunsrücker Heimat. Als grobe Eingrenzung als Gebiet des Nieraland sind die Bereiche um: Köln, Düsseldorf, Duisburg, des Niederrheines und das gesamte Ruhrgebiet zu sehen. |
Nieraland |
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Nach dem früher häufigen Vornamen Johann Nikolaus, der von den Hunsrückern bequem zu Hannickel zusammengezogen wird, hießen die Hunsrücker Arbeiter im Ruhrgebiet alle die Hannickel. |
Hannickel |
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Rollbraten auch Spießbraten genannt, wenn es auf einen Spieß gesteckt am Grillfeuer gart = zusammen gerolltes Fleischstück mit Füllung (Zwiebeln und / oder Rauchfleisch) und mit einer Kortel oder im Netz zusammen gebunden |
Rollbroore |
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Eiskugel im Hörnchen |
Bällsche Eis in de Waffel |
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Knoten im Haar |
Hollazoppe (Oberhausen bei Kirn) |
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Die "Um-Suppe" gab den Ärmsten die Möglichkeit reihum im Dorf für jeweils eine Woche am Mittagessen einer Familie teilzunehmen. Diese Sitte gab es noch in den 30er Jahren |
Emsopp |
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Milch, die früher von Kastellaun in die Dörfer geliefert wurde. Im Sommer meist schon etwas säuerlich und wurde deshlab den Schweinen gegeben. Am Wochenende benutzte man sie aber auch, um den geputzten Fliesen- oder Holzböden einen gewissen Glanz zu verleihen |
Kastelläiner Melich |
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29. September, St. Michaelstag, am ersten Mittwoch im Oktober, fand in Kastellaun der "Michelsmaat" statt, wo Vieh gekauft und verkauft wurde |
Michelsmaat |
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Spinnst du, bist du verrückt? Denkvermögen anzweifeln |
hast se noch all im Uwastiebsche? |
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Zu nichts Lust haben |
Lärischmann im Seggel |
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Wort gibt es im Hochdeutschen nicht, bedeut aber in etwa . übellaunig, eingechnappt trotzig |
wensch |
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standhalten, ebenbürtig sein, mithalten (mit) etc. |
poolhalle (langes 'O', im Vorderhunsrück als offenes, kehliges 'O') |
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Zeiten, als Verstorbene auf Strohbündeln, später auf Brettern im Haus aufgebahrt wurden, Totenlager |
Schaab, Schareb lije (Begriff „Schaab“ wird abgeleitet vom mittelhochdeutschen schoup und bedeutet das Gebund Stroh) |
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