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HOCHDEUTSCH
HUNSRÜCKER PLATT
Details
DIREKTE TREFFER
einem
äänem
INDIREKTE TREFFER:
etwas ausziehen, auch für: bei einem Handel / Geschäft einen Nachlass oder Rabatt erzielen
ebbes ousduhn
"(Das Wort entstand während der napoleonischen Kriege, als die französischen Soldaten die jungen Mädels mittels ""Visiter ma tente!"" (=Komm in mein Zelt!) zu einem netten Abend überreden wollten. Die meist des Französischen nicht mächtigen Eltern schnappten wohl diesen Satz auf und warnten Ihre Töchter mit den Worten ""mach aber ja keine Fissemadenten!"". )"
Hiebe / Schläge mit einem Stock
Knibbelsubb
Beschädigung an einem Gegenstand, auch für: Beule am Kopf, in manchen Gegenden auf für: Anzeichen der Trunkenheit
Knubbe
Restholz in einem Waldstück nach dem Haupteinschlag
Kubb
schadhafte Stelle an einem Gegenstand, auch für: Eigenarten einer Person
Magge
mehrfach Ausdruck: für überrascht sein, Ausdruck bei einem Missgeschick, auch Ausdruck der Bewunderung oder für großartig. Die Steigerung ist ein mehrfaches: oow oow oow usw.
oow
Abend vor der kirchlichen Hochzeit (heute meist der Abend der standesamtlichen Hochzeit) bei dem gepoldert wird, d.h. unbrauchbare Haushaltsgegenstände werden auf einem dafür geeigneten Platz in der Nähe des Elternhauses des Hochzeiters/Hochzeiterin zerschmettert, anschließend wird ein Untrunk gereicht.
Polderowend
Schwenkbraten: gewürzte Fleischstücke werden auf einer speziellen Konstruktion (meist ein Dreibein mit Kette und Rost) über einem Grillfeuer gebraten
Schwenkbroore
kleine Gummischleuder aus einer Astgabel mit einem aufgeschnittenen Einmachgummiring
Stäänflitsch
Pistole als Kinderspielzeug: das Rohr der Pistole wurde mit einem Korkenstopfen verschlossen, durch abschießen über eine Federkonstruktion, wurde im Rohr ein šberdruck erzeugt, der den Stopfen aus dem Rohr drückte und es dadurch einen Knall gab.
Stobbepistol
in einem der vergangenen Jahre
sunst joorisch
Tüten kleben, meist verbunden mit einem Gefängnisaufenthalt
Tuude gläwe
versteckt, auch für: von einem Insekt mehrmals gestochen werden
verstoch
Tiere auf einem Bauernhof
Viehzäisch
gemeinsam genossenes Getränk nach einem Geschäftsabschluss
Winkuff
Bier oder Wein aus einem Fass zapfen
zabbe (gezabbd)
alte weibliche Person mit einem Hang zum Weinen
Knaatsch
Ein Witz, den früher die Moselaner gerne gegen die Hunsrücker zum Hetzen eingesetzt haben
"Fragt ein Hunsrücker in einem Zeller Waffengeschäft, nachdem der Verkäufer ihm jeden Verkauf einer Waffe versagt hatte: "Hott Ihr ebbes gähn Hunsrigga?" Da sagt der Verkäufer: "Joh! Pisduhle, Gewehre, Kugele!"
Hunsrücker Schwenkbraten
Hunsrigger Schwenkbroore (Für diese Art von Zubereitung wird das Fleisch in Scheiben geschnitten und auf einem Rost über Buchenholzglut geschwenkt. Der Schwenkrost hängt an einem dreibeinigen Eisengestell. Damit das Fleisch nicht anbrennt, läßt sich der Rost in der Höhe verstellen und wird ständig hin- und hergeschaukelt. Das Fleisch von beiden Seiten klopfen und kräftig würzen. Zwiebeln schälen, kleinschneiden, und mit der Hand ein wenig zerdrücken. Das Fleisch in eine Schüssel legen und mit den Zwiebeln bedecken. Das Schwenkbratenfleisch bleibt 1-2 Tage im Kühlschrank, dann wird es auf dem Schwenkbratenrost gebraten. Quelle: Christiane Becker, Die Hunsrücker Küche, erschienen im Selbstverlag der Autorin Erfasst von: Hein Ruehle im Mai 2000)
Knüppel aus einem Reisigbündel
Schanzeknebbel (Sprichwort: "Hochdäitsch met Schanzeknebbel schwätze": Grotesker Versuch eines muttersprachlichen Hunsrückers sich in der Hochsprache zu artikulieren. (rheinisch: Schanzenknüppel))
Greife einem nackten Mann in die Hosentasche.
Gräif äänem naggische Mann mol in de Säggel. (Antwort auf eine Geldforderung die nicht erfüllt werden kann)
Lieber mit einem vollen Bauch nicht liegen können, als wegen Hungergefühl nicht einschlafen können
Liewer vor Bouch nit läije, als vor Hunger nit schlofe
am Band hängen haben, sagt man, wenn man abhängig ist von einem Partner
am Bännel hängge hon
Kartoffelspeise aus geriebenen Kartoffeln - die Masse wird auf einem Kuchenblech gebacken
Rabbdes
Junggesellenabschied
Junggeselleabschied (Bis in die 50er Jahre sei es auf dem Land üblich gewesen, dass das "Fräulein" vor seiner Hochzeit ein Kaffeekränzchen veranstaltete. Der Mann traf sich dagegen zum Abschiedsumtrunk mit anderen Kerlen. "Früher ist es wirklich noch um einen Abschied aus dem Kreis der unverheirateten Männer gegangen, die auf dem Dorf traditionell die Träger des Brauchtums waren. Als Ehemann gehörte man definitiv nicht mehr in diese Gruppe." Wer sich hingegen heute vom Junggesellendasein "verabschiedet", dem steht eigentlich kaum eine Änderung bevor - außer einem neuen Rechtsstatus.)
Strunk: der verdickte Stängel beim Weiß- oder Rotkohl. Wird mit einem speziellen Messer herausgeschnitten, damit man den Kohl zu Sauerkraut oder Rotkraut einschneiden kann.
Toasch
Person die sich in einer Sache oder einem bestimmten Bereich sehr gut auskennt
kombetend Person
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